Jahreshauptversammlung am Dienstag
Am kommenden Dienstag, 19.03.2019, findet um 19.00 Uhr im Bürgerhaus die Jahreshauptversammlung des Heimat- und Verkehrsvereins Uedem statt.
Bei der Jahreshauptversammlung erläutert der Vorstand den Rückblick auf 2018. Das Jahr hatte neben normalen Punkten, wie Osterfeuer, Kirmes, etc. auch viele außergewöhnliche Ereignisse. Hierzu zählt der Besuch der NRW-Heimatministerin Scharrenbach im August. Die Lostplace-Ausstellung mit Bildern verlassener Gebäude hat zu hohen Besucherzahlen geführt. Außergewöhnlich war das Theaterstück „Weltenbrand“, dass zum Thema 1. Weltkrieg passte und von einer Hamburger Gruppe aufgeführt wurde. Mit der Postgeschichte und Uedem im I. Weltkrieg sind im letzten Jahr zwei Bücher erschienen. Durch John Fendler und Dirk Verweyen wurden im Winter aktuelle Bilder von Uedem mit sehr interessanten Perspektiven gezeigt. Neue Aktionen wie Müllsammeln, Weckmannessen und Frühstück in der Mühle waren erfolgreiche neue Aktionen.
Bei der Sitzung des Heimat- und Verkehrsvereins muss der Vorstand neu gewählt werden und über das Programm 2019 entschieden werden. Hierbei wird auch über die Verwendung einer besonderen Spende entschieden. Zum Schluß wird der Film zum Umzug im Jahre 1994 gezeigt. Der Vorstand würde sich über einen regen Besuch freuen und begrüßt auch gerne Uedemer, die beim Heimat- und Verkehrsverein (noch) nichtMitglied sind.



Am 14. Dezember kam die erste amtliche Mitteilung des Herrn Landrat, dass für den Verwaltungsbezirk Uedem-Keppeln mit einer Belegung von ca. 10 Offizieren, 250 Mann und 250 Pferden gerechnet werden müsste. Drei Tage später „erschien eine Patrouille belgischer Soldaten als Quartiermacher. Eine der ersten Maßnahmen bestand darin, eine belgische Fahne für die Ortskommandantur zu beschaffen. Die Unterbringung der Soldaten durfte nur in Massenquartieren (Säle und Schulen) erfolgen, wobei noch gefordert wurde, dass die Quartiere möglichst dicht zusammen lagen. Die Massenquartiere mussten nach einer Vorschrift genau schematisch eingerichtet werden und nach Größe und Form einheitliche Betten und verschließbare Spinde enthalten. Da infolge des Krieges Bettzeug und Betttücher im freien Handel nicht zu haben waren, wurden diese Sachen bei den Bürgern in allen Gemeinden des Verwaltungsbezirkes in großer Zahl (ca. 4-500 Betttücher) zusammengeholt bzw. requiriert.
Der Heimat- und Verkehrsverein Uedem e.V. setzt sich für Heimat- und Landschaftspflege ein. Vor diesen Hintergrund halten wir die aktuelle Planung zum Projekt „B67n“ nicht für die optimale Lösung. Die geplante Trasse würde die jahrhundertealte Kulturlandschaft zwischen dem Uedemer Wahrzeichen Hohe Mühle und dem Naturschutzgebiet Uedemer Bruch unwiederbringlich zerschneiden. Daher befürworten wir den offenen Dialog mit einer Neubewertung der Planungsgrundlagen und Streckenführung. Sollte sich daraus eine bessere Alternativlösung für Uedem und die niederrheinische Landschaft ergeben, würden wir dies sehr begrüßen.
