Waffeln mal anders

Uedemer Heimatverein lockt am 24. März mit frischen Waffeln

Pünktlich zum Weltwaffeltag lädt das Team in der Hohen Mühle am Sonntag, den 24. März von 14:30 bis 17:00 Uhr im Mühlencafe, Mühlenstr. 101 in Uedem zum Gaumenschmaus. Motto des Nachmittags ist “Waffeln mal anders”. Es gibt frisch gebackene süße und herzhafte Waffeln. Bei den süßen kann man wählen zwischen Marzipan-Schokowaffeln oder Blätterteigwaffeln mit Bratapfelkompott. In der Rubrik herzhaft werden Käsewaffeln mit Kräuterquark und Gurkensalat oder mit Kochschinken und Preiselbeeren serviert. Der Preis für ein “Waffel-Gedeck”, d.h. eine Waffelvariante inkl. Kaffee oder Tee, beträgt 5,50 Euro. Es gilt die Devise: “Nur solange der Vorrat reicht”. Deswegen sollten interessierte Leckermäuler nicht erst “kurz vor Toresschluss” in die Mühle kommen.

  • Was: Waffelessen in der Hohen Mühle
  • Preis: 5,50 Euro pro Waffelvariante inkl. Kaffee oder Tee
  • Wann: Sonntag, 24. März, 14:30-17:00 Uhr
  • Wo: Hohe Mühle Uedem, Mühlenstr. 101, 478589 Uedem

Jahreshauptversammlung am Dienstag

Am kommenden Dienstag, 19.03.2019, findet um 19.00 Uhr im Bürgerhaus die Jahreshauptversammlung des Heimat- und Verkehrsvereins Uedem statt.

Bei der Jahreshauptversammlung erläutert der Vorstand den Rückblick auf 2018. Das Jahr hatte neben normalen Punkten, wie Osterfeuer, Kirmes, etc. auch viele außergewöhnliche Ereignisse. Hierzu zählt der Besuch der NRW-Heimatministerin Scharrenbach im August. Die Lostplace-Ausstellung mit Bildern verlassener Gebäude hat zu hohen Besucherzahlen geführt. Außergewöhnlich war das Theaterstück „Weltenbrand“, dass zum Thema 1. Weltkrieg passte und von einer Hamburger Gruppe aufgeführt wurde. Mit der Postgeschichte und Uedem im I. Weltkrieg sind im letzten Jahr zwei Bücher erschienen. Durch John Fendler und Dirk Verweyen wurden im Winter aktuelle Bilder von Uedem mit sehr interessanten Perspektiven gezeigt. Neue Aktionen wie Müllsammeln, Weckmannessen und Frühstück in der Mühle waren erfolgreiche neue Aktionen.

Bei der Sitzung des Heimat- und Verkehrsvereins muss der Vorstand neu gewählt werden und über das Programm 2019 entschieden werden. Hierbei wird auch über die Verwendung einer besonderen Spende entschieden. Zum Schluß wird der Film zum Umzug im Jahre 1994 gezeigt. Der Vorstand würde sich über einen regen Besuch freuen und begrüßt auch gerne Uedemer, die beim Heimat- und Verkehrsverein (noch) nichtMitglied sind.

Pflanzkartoffelverkauf alter Kartoffelsorten auf Berkhöfel

Am kommenden Samstag, 09.03.2019 bietet der LiKK e.V. wieder alte und seltene Kartoffelsorten als Pflanzkartoffeln an. Bei den Pflanzkartoffeln handelt es sich um Biokartoffeln der Sorten La Ratte, Blaue Anneliese, Bamberger Hörnchen, Goldmarie, Rote Emmalie und die gute alte Linda. Wir wollen zeigen, dass es neben den Standardsorten im wahrsten Sinne des Wortes eine bunte Vielfalt an Kartoffeln gibt.

Daher lädt der LiKK e.V. von 10:00 Uhr bis 12:00 Uhr beim Pflanzkartoffelmarkt auf Berkhöfel (Uedemer Str. 196, Bedburg-Hau) ein, in diese Vielfalt einzutauchen.

Erinnerungen an den großen Umzug 1994

Ausstellung ab Sonntag, 24.2.2019

Im Jahre 1994 organisierte das Bürgerkomitee viele Veranstaltungen zum 675 jährigen Stadtjubiläum. Höhepunkt der Feierlichkeiten war damals der historische Umzug am 01. Mai 1994. Monatelange Vorbereitungen haben zahlreiche Vereine, Personen und sonstige Gruppen unter Anleitung von Frau Hildegard Zobel-Mühlhoff unternommen, um historische Kostüme, Werkzeuge, Wagen etc. zu erstellen. Gruppen stellten somit die ersten Bewohner, die verschiedenen Ortsteile, die verschiedenen Berufe und vieles mehr dar. Insgesamt 20 Gruppen von Odoheim über Stadtrechte und Preußenzeit bis in die Gegenwart. Am Festtag nahmen mehr als 1000 Uedemer in dem Umzug teil. Zehntausend und mehr säumten die Uedemer Straßen und betrachteten die Motive und Personen.

Der Heimat- und Verkehrsverein Uedem erinnert in einer Ausstellung an diesen bemerkenswerten Umzug. Über 180 Fotos zeigen nochmal die Aktiven von damals, wovon bereits einige verstorben sind. Viele werden sich auf den Bildern wiedererkennen. Auch werden die damaligen Informationen zu den einzelnen Gruppen und die tätigen Vereine genannt. Die schreibende Zunft lobte den historischen Umzug. 

Die Ausstellung ist ab Sonntag, den 24.2.2019 in der Hohen Mühle in Uedem zu sehen. Die Hohe Mühle ist jeweils samstags und sonntags von 14.30 bis 17.00 Uhr geöffnet und ist eintrittsfrei. Dort wird den Gästen Kaltgetränke, Kaffee und Kuchen angeboten. 

Zerstörung Uedems vor 74 Jahren

Die Schlacht am Niederrhein

Der Niederrhein gehörte am Ende des Zweiten Weltkriegs zu den Regionen in Deutschland, die am meisten unter dem Kriegsgeschehen gelitten haben. Die alten Städte und die Landschaft waren vielerorts zerstört und die Menschen haben vielfaches Leid erfahren. 

Auch in Uedem! Am 13.2.2019 jährt sich die Bombardierung zum 74. Mal. In der Chronik der Agathabruderschaft heißt es hierzu: „Dienstag, der 13.2.1945 Mehr und Mehr wird die Frage der Evakuierung der Bevölkerung gesprochen. Es sollen Transportautos kommen. Wieder und wieder soll auch das Krankenhaus abtransportiert werden. Aber die Organisation klappt nicht. Dann bricht das Unheil über Uedem herein. Gegen 9.15 Uhr fliegt der erste Pulk von sechs Flugzeugen Uedem an und wirft seine Bomben ab. In wenigen Minuten sinkt das Herz der Stadt in Trümmer und geht in Flammen auf. Viele Tote sind zu beklagen. Planlos ziehen die Leute aus der Stadt.“

Heute, 74 Jahre nach Kriegsende, finden sich kaum noch Spuren dieses Krieges in der Landschaft und bei vielen gibt es nur noch sehr geringe Kenntnis, über das was hier geschehen ist. In einem Vortrag soll noch einmal ein Blick in die Vergangenheit, unter dem besonderen Gesichtspunkt der Situation von Uedem erfolgen. Dabei sollen verschiedene Aspekte angesprochen werden, das Kriegsgeschehen, die Situation der Zivilbevölkerung, heute noch erhaltene Spuren in der Landschaft.

Wolfgang Wegener, ehemaliger Mitarbeiter des Landschaftsverbandes Rheinland, ist ein Spezialist für die beiden Weltkriege und hat hierzu auch publiziert. Sein Vortrag findet am 13.2.2019 um 19.30 Uhr im Uedemer Bürgerhaus, Agathawall 11, statt. Der Eintritt ist frei. Es handelt sich um eine Veranstaltung des Heimat- und Verkehrsvereins Uedem e.V.

Der Maler Johannes Greferath

Kölner Kunstmaler Greferath und Uedem

Im Frühjahr 2018 hat der Heimatverein einen Aufruf gestartet, ob noch Informationen bzw. Bilder über Johannes Greferath vorliegen. Die Recherchen waren nunmehr erfolgreich. An Hand von Schreiben des Künstlers, die teilweise in Köln, Düsseldorf oder Krefeld archiviert sind, konnte ermittelt werden, dass er seit 1941 auf Grund der Erkrankung seiner Frau nach Uedem an den Niederrhein gezogen war. Der genaue Wohnort in Uedem konnte nicht ermittelt werden, nach den Schreiben wohnte er in der Nähe des Hotel Janssen, also zwischen Kirche und Bürgerhaus. 

Ende 1944 floh er auf Grund der Nähe der Kampfhandlungen am Niederrhein nach Schlesien. Ende 1945 kehrte er nach Uedem zurück, da er in Köln keine Unterkunft fand. Er wohnte bei der Familie Paeßens in Uedemerfeld (heute Wehren). Er wandte sich an den damaligen Kölner Bürgermeister Konrad Adenauer, der ihn als Künstler ohne politische Beziehungen im Jahre 1946 bezeichnete. Nachdem Johannes Greferath plötzlich im Oktober 1946 verstarb, blieb seine Frau noch ein paar Jahre in Uedem. Seine Bilder gibt es in vielen Museen am Niederrhein. Besondere Ausstellungen hatte der Kölner Kunstverein im Jahre 1947 in Köln oder das Museum Schloß Rheydt im Jahre 1970 durchgeführt. Auch in der Uedemer Sparkasse gab es bereits im Jahre 1982 eine Kunstausstellung zu Werken Greferaths.  


Johannes Greferath mit 65 Jahren

Der Heimat- und Verkehrsverein Uedem plant eine Ausstellung zum Thema „Der Kölner Maler Johannes Greferath und Uedem“ in der Hohen Mühle Uedem, Mühlenstraße 101, 47589 Uedem für die Zeit vom 16.11.2019 bis 22.12.2019. Hierzu wurden bereits über 20 Bilder von privaten Sammlern aus dem Rheinland zur Verfügung gestellt. Besonders freut sich der Heimatverein auch Uedemer Motive zu erhalten. Auf den Zeitungsbericht vom Frühjahr hat sich nunmehr bedingt durchs Internet auch eine Frau aus Bergisch-Gladbach im November gemeldet. Ihr Großvater war Zahnarzt und hat Greferath im Krieg behandelt. Als Gegenleistung hat er das Bild „Dorfstraße in Uedem“ erhalten. Das Bild wird in der Ausstellung gezeigt. 

Vor 100 Jahren: Belgische Soldaten besetzen Uedem

Der 1. Weltkrieg war vorbei und man hätte meinen können, die Bürger in und um Uedem hätten das Schlimmste überstanden. Weit gefehlt! Mit der belgischen Besatzung begann für sie eine Zeit, die ihnen auf vielfältige Weise mächtig zusetzen sollte. Hiervon berichtet der Bürgermeister Osterkamp in der „Geschichte über die Besetzung durch die Belgier vom 17./18. Dezember 1918 bis 02. Dezember 1919“. Wie sich diese Besetzung auf den einzelnen Bürger ausgewirkt hat, wird unter Zuhilfenahme des o. a. Berichtes geschildert. Im Waffenstillstand von Compiègne vom 11. November musste die provisorische Regierung einwilligen, dass Truppen der Siegermächte das linksrheinische Gebiet besetzten. Demzufolge „wurde bekannt, dass auch die kleinsten Gemeinden des linken Niederrheins mit belgischen Besatzungstruppen belegt werden sollten.“ So auch Uedem, Uedemerfeld, Uedemerbruch und Keppeln.

Am 14. Dezember kam die erste amtliche Mitteilung des Herrn Landrat, dass für den Verwaltungsbezirk Uedem-Keppeln mit einer Belegung von ca. 10 Offizieren, 250 Mann und 250 Pferden gerechnet werden müsste. Drei Tage später „erschien eine Patrouille belgischer Soldaten als Quartiermacher. Eine der ersten Maßnahmen bestand darin, eine belgische Fahne für die Ortskommandantur zu beschaffen. Die Unterbringung der Soldaten durfte nur in Massenquartieren (Säle und Schulen) erfolgen, wobei noch gefordert wurde, dass die Quartiere möglichst dicht zusammen lagen. Die Massenquartiere mussten nach einer Vorschrift genau schematisch eingerichtet werden und nach Größe und Form einheitliche Betten und verschließbare Spinde enthalten. Da infolge des Krieges Bettzeug und Betttücher im freien Handel nicht zu haben waren, wurden diese Sachen bei den Bürgern in allen Gemeinden des Verwaltungsbezirkes in großer Zahl (ca. 4-500 Betttücher) zusammengeholt bzw. requiriert.

Was weiter geschah ist dem Buch des Heimatvereins Uedem mit dem Titel „Uedem im 1. Weltkrieg“ zu entnehmen. Das Buch ist zum Preis von 15 € bei den Blumenladen Georg van Beek und in der Hohen Mühle erhältlich. Die belgische Besatzung endete am 31.01.1926, nach dem Abzug fand eine große Feier statt.

Das Bild zeigt den späteren Bürgermeister Osterkamp, der im Jahre 1928 den Bericht über die belgische Besatzung verfasste. Das andere Bild zeigte den Marktplatz in Uedem in den 20er Jahren, wo die belgischen Soldaten patrouillieren und die Uedemer Bürger ihre Pässe vorzeigen mussten.

Uedemer Mühlenfrühstück

Heimatverein serviert reichhaltiges Frühstück in der Hohen Mühle, Reservierung erforderlich

Ein weiteres Highlight im Veranstaltungskalender des Heimat- und Verkehrsverein Uedem e.V. findet am Sonntag, 9. Dezember in der Hohen Mühle statt. Von 9:00 bis 12:00 Uhr bietet das Mühlenteam des HVV ein reichhaltiges Frühstück für Jedermann. Weil die Zahl der Sitzplätze im Uedemer Wahrzeichen begrenzt ist, wird um Voranmeldung gebeten. Anmelden können Interessenten sich ab sofort bei Blumen van Beek, Mühlenstr. 14 in Uedem. Das Frühstück inklusive Brötchen, Brot, Aufschnitt, Käse, Marmelade, Ei und Obst kostet 8,50 Euro pro Person. Kaffee oder Tee sind ebenfalls enthalten.

Bei dieser Gelegenheit kann auch nochmal ein Blick auf die Fotoausstellung “Uedem mit vier Augen” geworfen werden, die noch bis 9.12. läuft. Die großformatigen Fotografien zeigen Motive aus Uedem und allen Ortschaften. Außerdem können die Gäste die ständige Schusterausstellung mit vielen historischen Exponaten besuchen und bis auf das Dach der Mühle mit Panorama-Blick steigen.

Kalender für 2019 erhältlich

Der Kalender mit allen Uedemer Terminen ist in der Hohen Mühle erhältlich.

Die Bilder im Kalender stammen aus der aktuellen Fotoausstellung “Uedem mit vier Augen”. Dafür geöffnet ist die Mühle von 14.30 bis 17.00 Uhr, gezeigt werden großformatige Fotografien mit Motiven aus allen Uedemer Ortsteilen von John Fendler und Dirk Verweyen.  Wie immer zur Ausstellung serviert das Mühlenteam außer Kaffee und Kuchen auch frische Waffeln mit heißen Kirschen und Sahne.

Der Kalender erscheint in einer Auflage von 400 Stück und kostet 9,00 Euro. Auch erhältlich ist er bei Blumen van Beek, Geschenkideen Binn, Lotto Giesen, Bäckerei Spiegelhoff und bei Elektro Garbe.

Stellungnahme zur geplanten B67 in Uedem

Der Heimat- und Verkehrsverein Uedem e.V. setzt sich für Heimat- und Landschaftspflege ein. Vor diesen Hintergrund halten wir die aktuelle Planung zum Projekt “B67n” nicht für die optimale Lösung. Die geplante Trasse würde die jahrhundertealte Kulturlandschaft zwischen dem Uedemer Wahrzeichen Hohe Mühle und dem Naturschutzgebiet Uedemer Bruch unwiederbringlich zerschneiden. Daher befürworten wir den offenen Dialog mit einer Neubewertung der Planungsgrundlagen und Streckenführung. Sollte sich daraus eine bessere Alternativlösung für Uedem und die niederrheinische Landschaft ergeben, würden wir dies sehr begrüßen.