Jahreshauptversammlung 2021

Heimatverein feiert in zwei Jahren das 50jährige Jubiläum

Bei der Mitgliederversammlung nahmen trotz Corona über 40 Mitglieder/innen teil. Zuerst wurde ein Rückblick über die letzten Monate gegeben, wobei das Buch „Uedem – eine kleine Stadt im Herzogtum Kleve“, der Pfad zu den Uedemer Schuhwerkstätten und die neuen Notruftafeln für Sitzbänke zu den besonderen Höhepunkten zählten. Das historische Stadtmodell von Uedem um 1700 war jedoch die bedeutendste Errungenschaft. Der Kassierer Rüdiger Janssen konnte demnach über die Einnahmen und Ausgaben berichten.

Nach den Regularien wurde durch den stellv. Bürgermeister Walter Kanders als Versammlungsleiter der neue Vorstand gewählt. Ohne Gegenstimme wurden Michael Lehmann als Vorsitzender, Georg van Beek als sein Stellvertreter, Ines Freesen als Schriftführerin, Rüdiger Janssen als Kassierer und Johannes van de Loo als Pressewart gewählt. Als Beisitzer wurden Manfred Parma, Willi Holland, Guido Cladder, Annette Lettow, Markus Drofenik und Hubert Helmig ernannt. 

Im Programm für die kommenden Monaten stehen u.a. weitere Bänke, ein Veranstaltungskalender, eine Ausstellung mit Renate Wischinski und Georg Münker und im nächsten Jahr am ersten Juniwochenende Openairkino an der Mühle. Des Weiteren soll im nächsten Jahr das Vereinsjubiläum 1973 – 2023 vorbereitet werden. 

Bei dem Tagesordnungspunkt Verschiedenes wurde angeregt, dass auch für die ehemalige Schuhfabrik Straaten ebenfalls eine Stele aufgestellt wird. Die Stelen am Pfad der ehemaligen Schuhwerkstätten wurden nur aufgestellt, wo noch Fabrik- oder Verwaltungsgebäude stehen. Nach kurzer Diskussion wurde der Antrag angenommen. Die Versammlung endete mit einem Vortrag von Herrn Lehmann über die 40 Gaststätten in Uedem und Umgebung. Hier sucht der Heimatverein Bilder und andere Dokumente von alten Gaststätten. Wer hierbei helfen kann, soll sich bei Georg van Beek oder unter info@hvv-uedem.de melden. 

Jahreshauptversammlung

Am kommenden Mittwoch, den 08.09.2021 findet um 19.00 Uhr im Bürgerhaus die Jahreshauptversammlung des Heimat- und Verkehrsvereins Uedem statt. Bei der Jahreshauptversammlung erläutert der Vorstand den Rückblick auf 2020/21. Das Jahr war unter anderem mit dem historischen Stadtmodell und der Glockensammlung sehr abwechslungsreich. Bei der Sitzung des Heimat- und Verkehrsvereins muss der Vorstand neu gewählt werden und über das Programm 2021/22 entschieden werden. Der Vorstand würde sich über einen regen Besuch freuen und begrüßt auch gerne Uedemer, die beim Heimat- und Verkehrsverein Mitglied beitreten wollen.

Bilder von Gaststätten gesucht

Als ein neues Projekt berichtet der Heimat- und Verkehrsverein über die Gaststätten und ihre Geschichte. Während früher über 20 Gaststätten in Uedem und weitere 15 in Uedemerbruch, Keppeln und Uedemerfeld vorhanden waren, ist die Zahl heute deutlich gesunken. Der Heimat- und Verkehrsverein Uedem möchte in zwei bis drei Jahren hierüber ein Buch über die Uedemer Gaststätten veröffentlichen. Auf der Jahreshauptversammlung soll ein Aufruf nach Bildern gestartet werden. Insbesondere interessieren alte Ansichten von außen und innen, sowie auch von den Wirten und den Festen.

Römische Kastelle im Hochwald

Uedem ist Teil des Weltkulturerbes Niedergermanischen Limes

Die Unesco hat den Niedergermanischen Limes als Teil der Grenze des antiken Römischen Reiches als neues Welterbe ausgezeichnet. Das hat die UNESCO am Dienstag bei einer Sitzung in Fuzhou/China entschieden. Für diese Erweiterung der UNESCO-Welterbestätte „Grenzen des Römischen Reiches“ stellen die Übungslager im idyllisch gelegenen Hochwald mit ihrer obertägig erfahrbaren Originalsubstanz Bodendenkmäler von herausragendem Wert dar, auch über das Rheinland hinaus.

Die römische Armee war berühmt für ihre Pionierleistungen. Selbst Gegner Roms bezeugen die unglaubliche Schnelligkeit und Präzision, mit der die Legionen aus dem Marsch heraus ein befestigtes Lager anlegen konnten. Entlang des antiken Rheinufers reihen sich die Standorte des niedergermanischen Limes auf einer Länge von ca. 385 km einer Perlenkette gleich auf. Neben den wichtigsten römischen Legionslagern Bonna/Bonn, Novaesium/Neuss und Vetera/Xanten finden sich hier noch zahlreiche bauliche Relikte wie Klein- und Hilfstruppenkastelle.


An keinem Ort im römischen Reich kann man die dahinterstehende Ausbildungspraxis so gut erfahren, wie im Uedemer Hochwald. Hier haben sich obertägig die Wälle von 13 Manöverlagern erhalten, die einen einzigartigen Einblick in die Manövertätigkeit der römischen Armee bieten. Diese Übungslager sind erst in jüngster Zeit durch den Einsatz von moderner Luftbildarchäologie und geophysikalischer Prospektionsmethoden entdeckt worden und liefern einen spannenden Einblick in die antike Militär- und Lagerarchitektur.

Dank einer vorbildhaften Mitwirkung des Staatsforstes NRW konnten für die Übungslager im Hochwald schon unmittelbar nach deren Entdeckung erste Erhaltungsstrategien im Rahmen der Forstwirtschaft umgesetzt werden. Dabei wurden Rückegassen mit Rücksicht auf den Verlauf der Lagerwälle verlegt, um Beschädigungen durch Erntemaschinen auch in Zukunft zu vermeiden. 

Öffnung der Hohen Mühle nach Corona

Amateurfotographen sehen die Olympischen Spiele 1936 in Berlin

Nach 16 Monaten öffnet am kommenden Sonntag, den 25.7.2021 um 14.30 Uhr wieder die Hohe Mühle in Uedem. Nun wird das von Mitgliedern betreute Cafe, wo Kaffee und Kuchen angeboten werden, vorerst nur sonntags geöffnet. Die Einnahmen vom ersten Sonntag spendet der Heimat- und Verkehrsverein Uedem den Flutopfern in der Eifel, dafür wird auch ein Spendenschwein aufgestellt. Nach der Coronakrise muss der Heimatverein eine neue Mannschaft für die Hohe Mühle aufstellen. Wer Interesse hat, alle zwei Monate einen Nachmittag in der Hohen Mühle auszuhelfen, kann sich bei Willi Holland Tel.: 6810 oder bei Georg van Beek Tel.: 437 oder unter info@hvv-uedem.de melden. 

Zur Wiedereröffnung der Hohen Mühle zeigt der Heimat- und Verkehrsverein Uedem eine Fotoausstellung des Bielefelder Bauernhaus mit dem Thema „Olympia in Berlin – Amateurfotografen sehen die Olympische Spiele 1936“. Im Jahre 1936 fanden erstmals olympische Spiele in Deutschland statt. Die Aufnahmen von Amateurfotografen stehen im Mittelpunkt dieser Ausstellung. Die Identität der Urheber der über 100 veröffentlichten Amateurfotos ist in der Regel unbekannt. Emanuel Hübner ist wissenschaftlicher Mitarbeiter des Instituts für Sportwissenschaft der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster. Seit Jahren forscht er zur Geschichte der Olympischen Spiele 1936 und hat die Bilder gesammelt.

Die Amateuraufnahmen zeigen unzensiert, wie Olympiatouristen das Ereignis erlebten und für die persönliche Erinnerung im Foto festgehalten haben. Sie zeigen eine unbekannte, persönliche Sicht auf das umstrittene Großereignis des Jahres 1936. Zugleich bilden sie eine wichtige Quelle für die Alltagsgeschichte. Nur zufällig mit auf das Bild gekommene, mutmaßliche Nebensächlichkeiten und Details treten in den Vordergrund und dokumentieren die damalige Lebenswelt. Ergänzt werden die Fotos durch ausführliche Texte über Planung und Durchführung der Spiele sowie Berichte von Zeitzeugen.

Das Uedemer Hagelkreuz ist über 540 Jahre alt

Bitte um Wettersegen seit einem halben Jahrtausend

Uedem. Jahrhunderte lang glaubten die Menschen daran, dass das Aufstellen von Kreuzen eine schützende oder heilende Wirkung habe. Im Volksglauben entwickelte sich dabei durch die Jahrhunderte hinweg die Vorstellung, dass Kreuze auch vor schwierigen Wetterlagen bewahren könnten. Bis Anfang des 20. Jahrhunderts wurden Ernten unter anderem regelmäßig durch Hagelschläge zerstört, sodass vielerorts sogenannte Hagelkreuze aufgestellt wurden. Solche Hagelkreuze wurden zumeist an Wegen und Kreuzungen am Feldesrand, errichten und – der besseren Sichtbarkeit wegen – auf kleinen Erhöhungen platziert. Durch sie baten die Menschen um den Segen Gottes und gutes Wetter.

Historisches Stadtmodell wurde auf dem Markt aufgestellt

Die Gemeinde Uedem – und damit wir alle – sind nun um eine historisch-touristische Attraktion reicher. Und zwar eine, die auch für seh- und gehbehinderte Menschen erfahrbar ist. Das bronzene Tastmodell auf unserem Marktplatz bildet alle Gebäude der Uedemer Altstadt ab und ermöglicht es Touristen wie Einheimischen, unseren Heimatort auf eine neue Weise mit den Händen zu erleben…

Nachruf Erika Heinrich

Wir trauern um 
Erika Heinrich
*07.10.1927
+19.05.2021

Erika Heinrich hat den Geschichtskreis maßgeblich in ihrer Zeit des Schaffens mit einer unvergessenen Leidenschaft geprägt.
Klar strukturiert, mit einer unerschöpflichen fachlichen Kompetenz, reichhaltigen Lebenserfahrung und einer ausgeprägten Zielstrebigkeit war sie uns ein großes Vorbild und trug so zum Gelingen zahlreicher Projekte bei. Beispielhaft soll hier ihre Arbeit bei der Erstellung der Informationstafeln des Historischen Rundweges in Uedem und die anfänglich große Recherche- und Autorenarbeit, sowie die redaktionelle Leitung des Schuhmacherbuches „Die Geschichte der Uedemer Schuhmacher“ erwähnt werden.
Später leider durch Krankheit an der Teilnahme im Geschichtskreis verhindert, bleibt sie uns stets in dankbarer Erinnerung präsent.

Unser tiefes Mitgefühl gilt ihren Hinterbliebenen.

Der Geschichtskreis des Heimat- und Verkehrsverein Uedem e. V. 

30 Jahre Geschichtskreis

Am 20.05.1991 trafen sich in Uedem erstmalig die geschichtsinteressierten Mitglieder des neu gegründeten Geschichtskreises im Heimat- und Verkehrsverein Uedem e. V. Zu den Gründungsmitgliedern zählten Hans-Heinrich Albers, Artur Aßmann, Annette Barwisch, Paul Bremers, Hartmut Daniels, Walter Guntlisbergen, Rosemarie Haal, Werner Hemmers, Johanna Heinisch, Hermann-Josef Heinrich, Werner Hemmers, Johannes Neu, Josef Pauls, Herbert Richartz, Heinrich Ries, Wilhelm Thomas, Maria Troost, Hubert Willemssen jun., Franz Zaunmüller und Dr. Hildegard Zobel-Mühlhoff.

Heimatverein beendet Spendenaufruf

Nach sechs Wochen beendet der Heimat- und Verkehrsverein Uedem den Spendenaufruf für die Glocke am 30.4.2021 und schließt das Spendenkonto. Weit über 80 Firmen, Bürger, Vereine und sonstige Organisationen haben dafür gesorgt, dass die erforderliche Summe von 10.000 € zusammengekommen ist. Der Heimat- und Verkehrsverein bedankt sich recht herzlich bei allen Geldgebern für die Unterstützung. Das Bestattungsunternehmen Tepe und die Gemeinde Uedem planen nun die Anschaffung der Glocke, die im Herbst 2021 an der Friedhofshalle aufgestellt werden soll.

Müllsammelaktion Coronakonform

Vier Vereine säubern Uedem – Müllsammeln beim Spaziergang

Am vergangenem Wochenende organisierte der Heimat- und Verkehrsverein wieder eine Müllsammelaktion in Uedem. Beteiligt haben sich wie in jedem Jahr die Pfadfinder, zum ersten mal mitgemacht haben auch die Flori-Kids und Kurasch Uedem e.V.
Anders als in den vergangenen Jahren wurde – coronakonform – nicht in Gruppen nach Müll Ausschau gehalten, sondern „nur“ beim Spaziergang in häuslicher Gemeinschaft gesammelt. Doch auch so kam (leider) wieder Einiges zusammen und auch so manch skurriles „Fundstück“ war wieder dabei. Von diesen wurden Fotos gemacht und unter den Teilnehmern ausgetauscht. Ob Kehrblech, Gürtel, eine ganze Mülltonne, Schuhe – direkt als Paar, Werkzeug, aufgeschnittene Reifen oder ein Wahlplakat, alles wurde aufgehoben, gesammelt und ordnungsgemäß durch den Bauhof entsorgt. Insgesamt mehr als eine halbe Tonne!
In der Hoffnung, dass im nächsten Jahr wieder in Gruppen gesammelt werden kann, weil es gemeinsam einfach mehr Spaß macht, wollen die Teilnehmer die Aktion auf jeden Fall wiederholen.