100. Hochzeit in der Uedemer Mühle
Seit Februar 2012 steht die Hohe Mühle als Trauzimmer für Hochzeiten zur Verfügung. Nach 4 1/2 Jahren fand nunmehr die 100. Trauung in der Hohen Mühle statt. Das Brautpaar Jessica und Jan Trämmler kommen aus Trier und Berlin und wohnen seit 3 Jahren in Uedem. Am Samstag gaben sie sich das Jawort in der Hohen Mühle vor der Standesbeamtin Klaudia Gärmer.
Nach der Hochzeit überreichten im Namen des Heimat- und Verkehrsvereins Uedem der 2. Vorsitzende Michael Lehmann und der Mühlenwart Wilhelm Holland den Brautleuten zusammen mit der Standesbeamtin ein Geschenk aus Anlass für die 100. Trauung überreicht. Auch einige Bundeswehrsoldaten haben Spalier gestanden und ihren Mitarbeitern gratuliert.
Der Heimat- und Verkehrsverein freut sich über die rege Nutzung der Hohen Mühle. Wer seine Hochzeit plant, kann sich die Hohe Mühle Uedem während der Öffnungszeiten samstags und sonntags zwischen 14.30 und 17.00 Uhr ansehen.

Die große Zeit der Eisenbahn war am Niederrhein vor dem 1. Weltkrieg. Es gab sehr viele verschiedene Strecken und viele Ortschaften hatten eine Haltestelle oder einen Bahnhof. Dies bedeutete für den Ort damals Fortschritt, einen guten Gewerbestandort und bessere Erreichbarkeit. Um 1910 gab es bei den Bürgern eine große Leidenschaft des Sammelns von Ansichtskarten und so wurde vielmehr verschickt als in der heutigen Zeit. Der einfache Bürger reiste in jener Zeit mit der Eisenbahn und man wartete oft im Bahnhof auf den Zug. Daher waren Eisenbahnmotive häufiges Motiv in jener Zeit.
Am kommenden Sonntag und beim Historischen Markt am 28. und 29. Mai zeigt der Heimat- und Verkehrsverein Uedem eine Postkartenausstellung. Die über 150 privaten Postkarten zeigen größtenteils das Uedem vor dem Krieg und sind erstmalig zu sehen. Aber auch die Ortsteile Keppeln und Uedemerbruch sind zahlreich zu sehen.
Die Gruppe hat sich vor Jahren im Art-Atelier von Renate Wischinsky in Uedem kennengelernt. Jede Woche treffen Sie sich und malen zusammen. Sie haben Spaß und Freude am Malen mit Acryl auf Leinwand. Bei der Realisierung ihrer eigenen Bilder entstanden die unterschiedlichsten Werke, die nun in einer interessanten Ausstellung in Uedem zu sehen sind. Die Bilder zwischen 20x 30 cm und 60 x 100 cm können von den Künstlern zu günstigen Preisen zwischen 35 und 150 € erworben werden. In der Regel sind auch immer Künstler bei der Ausstellung anwesend.
Dieser sehr interessante Vortrag referiert Dr. Georg Cornelissen, Leiter der Sprachabteilung im LVR-Institut für Landeskunde und Regionalgeschichte am 10. März 2016 um 20 Uhr im Bürgerhaus Uedem.In Zusammenarbeit zwischen dem Heimat- und Verkehrsverein Uedem und der Volkshochschule Goch-Uedem wird die Veranstaltung zum 1150 jährigen Jubiläum der Ersterwähnung Uedem abgehalten. Ursprünglich war auch die Jahreshauptversammlung des Heimat- und Verkehrsvereins für den 10. März 2016 vorgesehen, sie wird jedoch nun am 23. März 2016 stattfinden.
Am 23.2.2016 referiert Dr. Marco Kieser über das Baudenkmal Laurentiuskirche. Das heutige Kirchengebäude von St.-Laurentius, Hauptpfarrkirche im Ortskern von Uedem, wurde 1960 errichtet – ein Neubau, der aber Westtürme und Apsis der im Krieg zerstörten Vorgängerkirche aus dem Jahr 1890 mit einbezieht. 2015 wurde St. Laurentius von der Gemeinde Uedem als Baudenkmal in die Denkmalliste eingetragen. Voraus gingen einige Diskussionen: Ist solch ein „junges“ Gebäude tatsächlich bereits „historisch“ und kann ein Baudenkmal sein? Was sind seine architektonischen Qualitäten? Wer war sein Architekt Denis Boniver? Und warum hat man nach dem Zweiten Weltkrieg die alte Kirche nicht wiederaufgebaut? Dr. Marco Kieser ist wissenschaftlicher Referent im LVR-Amt für Denkmalpflege im Rheinland.