Schusterausstellung endet
Die Ausstellung im Bürgerhaus übertrifft die Erwartungen vieler Gäste. Die alten Aufnahmen von Uedemer Häusern, von bekannten Persönlichkeiten und interessante Baupläne haben jeden Ausstellungsbesucher fasziniert und zu einem „Oha, habe ich nicht gewußt“ veranlaßt. Das Beste sind jedoch die Maschinen aus den ehemaligen Schuhfabriken. Viele Besucher sagen noch, dass Sie an der Maschinen standen oder den Namen dessen kennen, der die Maschine bedient hat. Diese einzigartige Sammlung sucht seines gleichen am Niederrhein. Es ist heute nicht mehr vorstellbar, dass solche Maschinen bei den Firmen im Einsatz sind. Heute arbeiten Roboter bei der Herstellung der Schuhe.
Uedem wurde 1150 Jahre in dieser Woche alt, aber die Blütezeit war die große Zeit der Schuhfabriken, wo Schuhe aus Uedem ein Begriff hinsichtlich Arbeitssicherheit und Qualität waren. Über 500 Mitarbeiter arbeiteten in mehr als 20 Fabriken und sorgte dafür das Uedem als Schusterstädtchen bekannt wurde.
Die Ausstellung ist nur noch an diesem Wochenende im Uedemer Bürgerhaus, Agathawall 11, von 11 Uhr bis 18 Uhr zu sehen. Dabei ist letztmalig auch das Buch zur Geschichte der Uedemer Schuhindustrie zum Sonderpreis von 20 € erhältlich. Demnächst ist das
Buch auch im Buchhandel für 24,50 € zu erwerben.

Neues Buch des HVV über die Uedemer Schuhmacher während der Ausstellung im Bürgerhaus zum Vorzugspreis von 20€ erhältlich.
Unter seiner Regie entwickelte der Verein ein breitgefächertes Programm. Hierzu zählt das Wanderwegenetz, der jährliche Veranstaltungskalender, die Kunstausstellung in der Hohen Mühle und das Aufstellen von Sitzbänken. Die Publikationen zum Heimatort unterstütze er immer wieder. Für den Geschichtskreis und die Mundartgruppe hatte er immer ein offenes Ohr. Die Hohe Mühle mit dem Cafe des Heimatvereins wollte er immer wieder attraktiver gestalten und er war ein Befürworter für die Trauungen in der Hohen Mühle. Natürlich war er auch Organisator vieler Veranstaltungen des Heimat- und Verkehrsvereines, z.B. Osterfeuer, die Grillfeste, die jährliche Kirmeseröffnung und eine zeitlang die Feste auf dem Marktplatz oder der historische Umzug im Jahre 1994. Bei vielen Verschönerungen wie der Brunnen an der Bahnhofstraße und die Wartehallen an der alten Eisenbahnstrecke hat er mitgewirkt. Es gibt unzählig viele Ereignisse, wo er im Großen oder im Stillen mitwirkte.
Seit Februar 2012 steht die Hohe Mühle als Trauzimmer für Hochzeiten zur Verfügung. Nach 4 1/2 Jahren fand nunmehr die 100. Trauung in der Hohen Mühle statt. Das Brautpaar Jessica und Jan Trämmler kommen aus Trier und Berlin und wohnen seit 3 Jahren in Uedem. Am Samstag gaben sie sich das Jawort in der Hohen Mühle vor der Standesbeamtin Klaudia Gärmer.
Die große Zeit der Eisenbahn war am Niederrhein vor dem 1. Weltkrieg. Es gab sehr viele verschiedene Strecken und viele Ortschaften hatten eine Haltestelle oder einen Bahnhof. Dies bedeutete für den Ort damals Fortschritt, einen guten Gewerbestandort und bessere Erreichbarkeit. Um 1910 gab es bei den Bürgern eine große Leidenschaft des Sammelns von Ansichtskarten und so wurde vielmehr verschickt als in der heutigen Zeit. Der einfache Bürger reiste in jener Zeit mit der Eisenbahn und man wartete oft im Bahnhof auf den Zug. Daher waren Eisenbahnmotive häufiges Motiv in jener Zeit.
Am kommenden Sonntag und beim Historischen Markt am 28. und 29. Mai zeigt der Heimat- und Verkehrsverein Uedem eine Postkartenausstellung. Die über 150 privaten Postkarten zeigen größtenteils das Uedem vor dem Krieg und sind erstmalig zu sehen. Aber auch die Ortsteile Keppeln und Uedemerbruch sind zahlreich zu sehen.