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Apfelsaft aus eigenen Äpfeln

Bald ist wieder Apfelsaftzeit – selber Apfelsaft machen

Wer selber Apfelsaft machen möchte, kann sich gegen eine kleine Gebühr beim Heimatverein Keppeln e.V. eine von inzwischen drei Apfelsaftpressen ausleihen. Terminabsprachen bei Familie Lemken, Tel: 0 28 25 / 53 96 98.


Alternativ können Sie Ihre Äpfel zur Mobilen Saftpresse bringen und dort den Saft aus Ihren Äpfeln pressen lassen. Erster Presstermin in Uedem (Gocher Str. 22) ist der kommende Samstag, der 8. August. Ab dem 22. August wird dann jeden Samstag in Uedem gepresst, zusätzlich außerdem an anderen Stellen im Kreis Kleve.

Ab 50kg Äpfel bekommen Sie den Saft vom eigenen Obst. Ab 2000kg kommt die Presse auch zu Ihnen. Termine und Anmeldungen auf www.mobilesaftpresse.de und bei Familie Haaken, Tel: 0 17 35 18 32 04.


Wenn die Corona-Beschränkungen es zulassen, führt der Likk e.V. am letzten Wochenende im September auf dem  Naturhof Kirsel der Familie van de Loo (Kirsel 123, Uedem) wieder eine Apfelsaftaktionen durch. Hier können dann kleine und große Mengen Äpfel mitgebracht und unter Anleitung zum eigenen Saft verarbeitet werden. Darüber hinaus gibt es Informationen rund um den Apfelsaft und die Streuobstwiesen. Auch ohne Äpfel ist dann jede/r gerne zum Mitmachen oder (nur) zum Zuschauen oder Probieren des leckeren Saftes herzlich eingeladen. Ab 50kg mitgebrachter Äpfel wird um telefonische Anmeldung (Tel: 0 28 25 / 1 01 59 ) gebeten.


Um aus Äpfeln Saft zu pressen, werden diese sortiert und gereinigt, dann zu Mus gemahlen und gepresst. Der fertige Saft, dem nichts hinzugefügt wird, wird dann noch erwärmt und kann dadurch haltbar abgefüllt werden. Der Heimatverein Keppeln verleiht mit den Pressen auch das benötigte Zubehör (Muser, Tauchsieder, Bag in Box System etc.). Bei der Saftaktion des LiKK auf dem Naturhof Kirsel steht dies „von der Waschstraße bis zum Abfüllkessel“ mitsamt einigen Helfern bereit. Bei der mobilen Saftpresse brauchen Sie Ihre Äpfel „nur“ sortiert und gereinigt abgeben und können Ihren Saft kurz darauf direkt mitnehmen.

Wenn Sie keinen Saft aus eigenen Äpfeln haben möchten, können Sie Ihre Äpfel zu den Annahmestellen der Obstkelterei van Nahmen bringen.

Mit der Verwertung der Äpfel, die auch in großen Mengen zu Saft verarbeitet werden können, und damit lange haltbar sind, leisten Sie einen wichtigen Beitrag zur Erhaltung von Streuobstwiesen, alten Obstbäumen und Apfelsorten.

Darüber hinaus werden auch wieder Führungen durch Streuobstwiesen und Aktionen für Kindergärten, Schulen und Gruppen jeglicher Art angeboten. Weitere Infos unter www.likk.eu oder www.kirsel.de.

Historisches Stadtmodell um 1700 wird im Herbst fertiggestellt

Im letzten Jahr 2019 wurde vom Gemeinderat und der Mitgliederversammlung des HVV Uedem beschlossen, ein Bronzemodell von Uedems Stadtkern zu erstellen, das auch ertastet werden kann. Nachdem das Land über den Heimatfond NRW einen 50% Zuschuss gewährte, wurde eine Firma mit der Erstellung des historischen Stadtmodells beauftragt. Hierbei geht es nun in die entscheidende Phase, denn Straßenzüge und Kirchen etc. sind bereits fertiggestellt. Stadttore und weitere bekannte Gebäude kommen in den nächsten Wochen noch hinzu. Im August wird dann eine Abnahme durch den Heimatverein erfolgen. Anschließend wird ein Wachsabdruck hergestellt, auf dem dann die Beschriftung aufgetragen wird. Eine weitere Abnahme wird Anfang Oktober stattfinden. Anschließend wird das Bronzemodell gegossen. Es kann frühstens im November ausgeliefert werden. Weitere Informationen werden rechtzeitig in der Presse bekannt gegeben.

Panzerzug aus Uedem vor 80 Jahren

Am 10. Mai 1940 fuhren sieben Panzerzüge beim Einmarsch in die Niederlande um 5.35 Uhr über die Grenze. Einer fuhr davon in Uedem los und nur einer erreichte sein Ziel, die Überquerung wichtiger militärischer Hindernisse.

Seit dem Frühjahr waren damals viele militärische Einheiten an den Niederrhein verlegt worden. Das Infanterieregiment 481 wurde in Uedem, Keppeln, Uedemerbruch und Uedem stationiert. Am 6. März 1940 wurde das Regiment darüber informiert, dass der Einsatz des Infanterieregiments von Uedem aus mit einem Panzerzug und einem Transportzug erfolgt. Hierzu würde der Befehl mit Farbe und Uhrzeit noch mitgeteilt werden. Der 9.Mai begann wie immer. Gegen 14.05 Uhr kam der Befehlt Grün 100535. Diese getarnte Meldung bedeutet, dass am 10.5. um 5.35 Uhr der Einmarsch in die Niederlande erfolgen soll.

Die Soldaten wurden informiert und verabschiedeten sich von den Menschen, wo sie über drei Monate einquartiert waren. Am Abend traf der Panzerzug auf dem Uedemer Bahnhof ein. Bei einem solchen Panzerzug fährt die Lok in der Mitte des Zuges. Die Abteile und die Lok sind Stahlplatten gepanzert. Auf den ersten und den letzten Waggon waren Geschütze und schwere Maschinengewehre geladen. Der Transportzug hatte 12 Waggons für Soldaten, einen Sanitätswagen, Güterwagen für Floßssäcke und offene Güterwagen für Maschinengewehre. 

Gegen 3 Uhr nachts fuhren der Panzerzug und der Transportzug mit Soldaten besetzt zuerst nach Hassum und wartete dort bis zur Angriffszeit. In der Zwischenzeit war eine verkleidete Truppe deutscher Soldaten heimlich über die Grenze nach Gennep gelaufen und konnten die holländischen Soldaten an der Maasbrücke bei Gennep überrumpeln. So konnte der Zug die Brücke bei Gennep passieren. Über diesen Einsatz berichtet der Schütze Surek in eine Brief: … Nachts hatten wir, die drei Schützenkompanien des III. Bataillon in Uedem dem Güterzug (Transportzug) bestiegen. …… Vor uns fuhr ein Panzerzug. Ab Goch waren die Türen zu schließen. Bei Anbruch des Tages fuhren wir in Richtung Grenze. Bald quetschten wir uns an die Ritzen und offenen Klappen des Güterwagens. Mitten auf der Maasbrücke war unser Güterzug stehengeblieben! In 10 -20 m Tiefe floß unter uns die Maas. … Wenn wir Artilleriefeuer bekämen oder die Brücke gesprengt würde, wären wir verloren. Die Sekunden dehnten sich zu Ewigkeiten. Endlich fuhren wir weiter.“

Der Panzerzug und der Transportzug fuhren noch weiter und passierten auch die holländische Peelstellung bei Mill. Diese Peelstellung war hinter der Maas die zweite und letzte militärisch befestigte Verteidigungslinie bis zum Meer. Der Panzerzug stand bei Zealand 2 km hinter der Peelstellung und fuhr dann wieder zurück, um die nachfolgenden Truppen zu unterstützen. Dabei wurde der Zug an der Peelstellung durch den Einsatz der holländischen Soldaten, die in der Zwischenzeit Sperren einbauten, zum Entgleisen gebracht. Erst am Abend wurde die Peelstellung von den Deutschen erobert. Eine Woche später kapitulierte die Niederlande und anderthalb Monate später auch Belgien und Frankreich. 

Der Panzerzug 5 überquerte nicht bei Venlo die Brücke, ebenso der Panzerzug 7 von Elten nach Westervoort. Auch die Panzerzüge 3 aus Borken, 4 aus Bentheim und 6 aus Weener an der Nordseegrenze erreichten nicht ihre Ziele. Nur der Panzerzug aus Uedem konnte die Ziele das Überqueren der Maasbrücke und die Eroberung der Peelstellung umsetzen. 

Über den Einsatz des Panzerzuges liegen einige Dokumente vor, die in den Kurzbericht nicht detailliert erwähnt werden konnte. Daher plant der Heimat- und Verkehrsverein Uedem eine Veröffentlichung des Berichtes und sammelt derzeit Spenden für das Buchprojekt. 

Uedemer Einzelhandel und Handwerker vor dem Krieg

Die Mundartgruppe des Heimat- und Verkehrsvereins Uedem hat mit Ihren Büchern „Wet gej noch, wie es frugger was?“, „Frugger an vandaag“ und „Brauchtum am unteren Niederrhein“ drei viel beachtete und erfolgreiche Bücher herausgegeben.

Im Jahre 2012 kam der Mundartgruppe die Idee, Uedem mal aus einer anderen Perspektive zu sehen. Sie wollten sich damit auseinandersetzen, wie und wo die Menschen vor dem 2. Weltkrieg gelebt und sich mit dem Lebensnotwendigen versorgt haben. Also sollten die Lage und die Inhaber der Geschäfte und Gewerke vor 1939 zusammengestellt werden. Zunächst sollte ein Buch verfasst werden, was  aber schnell verworfen wurde. Ein Plan des Ortskerns aus dieser Zeit wurde das Ziel. „Wir wollten in dem Plan eintragen, wer wo gewohnt und gearbeitet hat, wo Fabriken und Kleingewerbe angesiedelt war. Die Recherche war nicht einfach. Uns lag nur ein Einwohnerbuch von 1936 und die Aussagen von Zeitzeugen unseres Stammtisches vor.“ Uedem war von 2 Landstraßen durchkreuzt. Die Straße von Kleve nach Kervenheim und die Landstraße von Marienbaum nach Weeze führten mit den vier Hauptstraßen Vieh-, Mühlen-, Moster-, und Lohstraße durch den Ortskern. Daher sollten diese vier Straßen und der Markt durch die Mundartgruppe erarbeitet werden.

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Terminabsagen

Bis auf weiteres sind alle Termine des HVV Uedem abgesagt. Aus aktuellem Anlass ist auch die für den 31. März geplante Jahreshauptversammlung (Mitgliederversammlung), sowie das für den 12. April geplante Osterfeuer an der Hohen Mühle ABGESAGT. Für die Jahreshauptversammlung wird zu gegebener Zeit ein neuer Termin bekannt gegeben.
Auch das Café in der Hohen Mühle bleibt geschlossen.

Der Krieg in Uedem vor 75 Jahren

Das Ende des Zweiten Weltkriegs liegt nun schon 75 Jahre zurück. Aus diesem Anlass wird am Dienstag, 03.03.20 um 19.30 Uhr im Uedemer Bürgerhaus, Agathawall 11, ein Vortrag die damaligen Ereignisse schildern. Der Eintritt ist frei.

Der Vortrag beginnt mit den schrecklichen Ereignissen der Bombardierung Uedems am 13.02.1945, und schildert die verschiedenen Kampfhandlungen. Der Beginn der Militäraktion Blockbuster am 26. und 27. Februar hat Uedem in den Mittelpunkt der Kampfhandlungen am Niederrhein gestellt. Die Panzerschlacht in Keppeln und die Durchquerung des Hochwaldes bei der Villa Reichswald waren besonders stark umkämpft.

Das Datum des Vortrages ist mit bedacht gewählt. Denn am 03. März 1945 endeten die Kampfhandlungen auf Uedemer Gebiet, die am 18. Februar begonnen hatten und mit der Eroberung des Hochwaldes nach 14 Tagen endeten. Mehr als 1.000 Soldaten verloren auf dem Uedemer Gebiet ihr Leben. Durch die örtlichen Kämpfe sind auch viele Zivilisten gestorben.

Der Heimatverein Uedem möchte mit dieser Vorführung besonders auch den jüngeren Generationen die Schrecklichkeit eines Krieges vor Augen führen. Die Veranstaltung erfolgt in Kooperation mit der Uedemer Gemeindeverwaltung und den Kirchen des Ortes. 

Heimatverein trauert um Heinz Scholten

Der Heimat- und Verkehrsverein Uedem trauert um Heinz Scholten, der am 15.2. im Alter von 93 Jahren gestorben ist. Sein großes Hobby war die Uedemer Schuhindustrie. Er erlernte schon mit zehn Jahren die Grundlagen des Schusterhandwerks und beendete nach dem Krieg die Ausbildung zum Schuster. Er war jahrelang Kassierer des Crispinusvereins Uedem.

Im Heimat- und Verkehrsverein Uedem engagierte er sich als Mitglied und zeitweise Vorstandsmitglied für die Geschichte der Uedemer Schuhindustrie. Er sicherte und sammelte die Erinnerungen an die Schuhmachergeschichte u.a. ausgediente Schuhproduktionsmaschinen, Handwerksgeräte, Schilder etc. Dank seiner Bemühungen hat der Heimat- und Verkehrsverein einen großen Bestand an Erinnerungsstücken.

Der Heimatverein konnte Teile der Sammlung zuerst in der Schule und später in der Hohen Mühle ausstellen. Die Begegnungsstätte Hohe Mühle hat er zusammen mit Arthur Assmann eine zeitlang geleitet. Er war oft mit Willi Holland und der Schusterbude des Vereins unterwegs und zeigte dabei sein handwerkliches Geschick. Mit dem Landschaftsverband Rheinland hat er den Film „So wird ein Schuh raus“  im Jahre 2002 gedreht. Diese Dokumentation zeigte die neue Produktion des Schuhes in der Fa. Elten und die altherkömmliche Arbeitsweise, die durch Heinz Scholten demonstriert wurde.

Er hat seine Erkenntnisse der Schuhindustrie in zwei kleinen Publikationen festgehalten. Auch an dem Buch zur Geschichte der Uedemer Schuhindustrie, dass der Heimatverein im Jahre 2016 herausgab, hat er viele Hinweise gegeben. Seine Frau Hanne hat ihn bei allem unterstützt. Die Beerdigung fand am 21. Februar statt.

 Das Bild zeigt ihn im Jahre 2002 bei der Produktion des Filmes.

Niederrheinisches Land im Krieg

Das Ende des Zweiten Weltkriegs liegt nun schon 75 Jahre zurück. Aus diesem Anlass wird am Sonntag, den 9.2. um 15 Uhr der Film „Krieg am Niederrhein“ gezeigt. Die Vorführung findet im Uedemer Bürgerhaus, Agathawall 11, statt. Der Eintritt ist frei.

Der Dokumentarfilm zeigt den letzten Abschnitt des Zweiten Weltkriegs am Niederrhein. Im Mittelpunkt steht der Vormarsch auf den Rhein, speziell der Kriegsverlauf am gesamten Niederrhein, besonders aber im Kreis Kleve und den dortigen Städten und Gemeinden. Der Film (Laufzeit etwa 2 Stunden) erzählt aus den letzten Monaten des zweiten Weltkriegs (Operation Blockbuster und Veritable) und legt anhand eindrucksvoller Archiv-Aufnahmen Zeugnis ab von Bombenhagel, Flucht und Kampf vor unserer eigenen Haustür.

Das Datum der Filmvorführung ist mit bedacht gewählt. Denn am 08. Februar 1945 begann der Angriff der Alliierten auf Kleve. Am 10. März waren die Kämpfe auf der linken Rheinseite beendet. Die Rheinüberquerung erfolgte am 23./24.3.1945. Der Heimatverein Uedem möchte mit dieser Vorführung besonders auch den jüngeren Generationen die Schrecklichkeit eines Krieges vor Augen führen. Die Veranstaltung erfolgt in Kooperation mit der Uedemer Gemeindeverwaltung und den Kirchen des Ortes.