Ministerin Scharrenberg übergibt Heimatscheck
Die Ministerin Ina Scharrenberg hat es sich nicht nehmen lassen, dem Heimat- und Verkehrsverein Uedem zu besuchen, um einen Heimatscheck in Höhe von 2.000 € zu überreichen. Die Ministerin kam mit der Landtagsabgeordneten Margret Vosseler zur Hohen Mühle, wo Herr Bürgermeister Rainer Weber und Vertreter des Vereins die Gäste begrüßten. Herr Willi Holland, Hausherr der Mühle, zeigte der Ministerin die Schusterausstellung und demonstrierte an den Werkzeugen die Herstellung eines Schuhs.
Der Vorsitzende Herr Michael Lehmann zeigte den Ausblick von der Hohen Mühle. Georg van Beek und Ines Freesen bewirteten Sie mit selbstgebackenen Kuchen und Kaffee. Johannes van de Loo zeigte der Ministerin den Entwurf der geplante Bauernschafinfotafel, die die Bauernschaft Steinbergen beinhaltete und sich mit deren Entstehung und Besonderheiten beschäftigt. Der Besuch endete mit einem Gespräch mit der Ministerin und einem Eintrag ins Gästebuch der Hohe Mühle.


Zwischen Uedem und Jülich gibt es einige Gemeinsamkeiten. So gehörten beide ab dem 16. Jahrhundert zum Herzogtum Jülich-Kleve-Berg. Genau wie Uedem wurde auch Jülich im zweiten Weltkrieg fast völlig zerstört. Unter dem Wenigen, was stehenblieb, war der „Hexenturm“, ehemaliger Wehrturm und Gefängnis. Nach Kriegsende war die Stadt praktisch unbewohnt und ihr Wiederaufbau unsicher. Dabei war Jülich einst Residenzstadt für den Herzog gewesen und vom italienischen Architekten Alessandro Pasqualini als „Idealstadt“ der Renaissance entworfen worden. Dabei entstand die Zitadelle, damals die modernste Befestigung Europas. Erst zwischen 1949 und 1956 wurde der Stadtkern erneut aufgebaut, der Renaissance-Grundriss blieb dabei erhalten.
60 Personen hatten die Pfadfinder und der Heimatverein in Uedem zusammengetrommelt, um Uedem von achtlos weggeworfenem Unrat zu befreien. Systematisch wurden in kleinen Gruppen die verschiedensten Orte in Uedem aufgesucht, abgegangen und dabei sehr viel Müll gesammelt. Stunden später trafen sich alle am Pfadfinderhaus wieder. Das Ergebnis: Unzählige Müllsäcke gefüllt mit Unrat und auch größere Abfälle, insgesamt knapp 500kg, waren zusammengetragen worden und füllten einen großen Anhänger, mit dem dieser Müll durch den Uedemer Bauhof einer ordentlichen Entsorgung zugeführt wurde.